Das größte Risiko ist nichts zu tun

Gestern habe ich zufällig folgendes Zitat im Internet entdeckt: “Unsere Wünsche sind die Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, die Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden.”

Das ist eine unglaubliche Feststellung. Das Zitat ist übrigens von Johann Wolfgang von Goethe, aber unabhängig davon wer es gesagt oder geschrieben hat, ist es sehr inspirierend.

Aber andererseits auch erschreckend. “Soll das etwa heißen, dass ich nichts Großes leisten kann, weil ich mir nichts im Leben wünsche?”, könnte jemand zu Recht fragen. Auch wenn ich dafür bin, dass jeder Mensch so glücklich, reich, zufrieden und erfolgreich lebt wie es nur irgend möglich ist, wird das nicht passieren.

Jeder hat zwar das Potential, aber nicht jeder nutzt es. Deshalb würde man mit der vorherigen Interpretation etwas zu weit gehen. Ich denke vielmehr, dass es sich um eine Art sich selbsterfüllende Prophezeihung handelt. Man hat eine Idee, beginnt sich etwas zu wünschen und im Laufe der Zeit wird dieser Wunsch immer stärker.

Aus Träumen wird Verlangen. Aus Verlangen wird Motivation.

Daraus entwickelt sich Verlangen und Motivation und das eigene Selbstvertrauen steigt allein dadurch dass man sich traut von einer solchen Sache zu träumen. Die meisten Menschen, die im Leben wenig erhalten oder unter ihren Möglichkeiten bleiben, wünschen sich zu wenig. Besser gesagt wünschen sie sich gar nichts. Sie leben mehr aus Routine und Gewohnheit als wegen dem Streben nach mehr persönlichen Wachstum oder Glück.

Und das ist in Ordnung.

Wirklich.

Die Welt wäre ein sehr hektischer Ort, wenn jeder vorhätte Millionär zu werden, einen Blog zu starten, ein Unternehmen zu gründen oder ein Superstar im Fernsehen zu werden. Manche Menschen sind ehrgeiziger als andere. Man könnte auch sagen, dass sich manche mehr wünschen als andere.

Am Anfang steht der Wunsch mehr zu haben, werden, sein oder geben.

Und das macht letztendlich den ganzen Unterschied aus, denn es beginnt immer mit einem Wunsch, einer Idee. Jeder Mensch hat das Potential etwas Außergewöhnliches und Besonderes aus seinem Leben zu machen, doch nur er selbst kann das erkennen. Man kann nur selbst verstehen, dass man die Macht zur Veränderung besitzt und alles Notwendige hat (oder es erlangen kann), damit man seinen Wunsch verwirklicht.

“Es geschieht immer das, woran du glaubst; der Glaube an eine Sache sorgt dafür, dass sie geschieht.”

Frank Loyd Wright

Bestimmte Fähigkeiten zu besitzen heißt nicht mit vielen Talenten ausgestattet zu sein oder etwas geschenkt zu bekommen. Es bedeutet zuallererst an sich und seine Fähigkeiten zu glauben. Träumen heißt Dinge zu sehen, die noch nicht Wirklichkeit geworden sind und noch nicht für alle sichtbar sind.

Die Wünsche eines Menschen bestimmen, wohin er im Leben geht. Doch sie sind nur der erste Schritt. Natürlich muss daraus ein Ziel werden, man muss Entscheidungen treffen, lernen und handeln, aber alles beginnt mit einem Wunsch. Man möchte etwas erhalten oder erfahren und erlaubt sich nicht nur davon zu träumen, sondern daran zu glauben, dass man es bekommen kann.

So wie manche Menschen immer mehr wünschen und auf eine gewisse Weise auch mehr vom Leben fordern werden, wird es auch andere geben, die dazu nicht bereit sind oder kleinere Wünsche haben. Das führt zu Unterschieden beim Vermögen, bei der Zufriedenheit, beim Erfolg und in anderen Bereichen.

Die Amerikaner sagen auch: “Shoot for the moon and if you miss you will still be among the stars.” Die Redewendung “to shoot for the moon” heißt sich etwas Großes vorzunehmen und dieser Spruch macht Mut sich auch große Ziele zu setzen, denn selbst falls man sie nicht erreicht, gewinnt man.

Das größte Risiko ist nichts zu tun.

Es gibt Zeiten, wenn es gut ist abzuwarten und auf die richtige Gelegenheit zu hoffen. Doch diese Zeiten sind sehr, sehr selten.

Nicht nur wenn ein Problem auftaucht, ist es riskant abzuwarten, sondern auch beim Aufschieben wichtiger Enscheidungen im Leben oder dem Folgen seiner Träume. Passivität kann schnell zu einer Gewohnheit werden.

Und passiv zu bleiben, heißt die Umstände über seine Zukunft entscheiden zu lassen, anstatt sein Schicksal selbst zu bestimmen. Wenn man sich auf die Risiken und möglichen Mißerfolge konzentriert, hat man keine Zeit mehr um zu träumen, zu planen und an der Erreichung seines Ziels zu arbeiten.

Was ist ein Hindernis?

Hindernisse sind Dinge, die Sie sehen, wenn Sie Ihren Blick vom Ziel abwenden. Falls Ihre Augen immer auf das Endziel gerichtet bleiben, spüren Sie die notwendige Selbstsicherheit um es zu erreichen.

Natürlich gibt es auch hier Phasen des Zweifelns und kurzfristige Rückschläge, doch Sie müssen an sich selbst glauben. Nicht immer wird Ihr Ziel klar vor Ihnen erkennbar sein. Es ist wie beim Autofahren.

Es gibt auch Zeiten, wenn starker Nebel die Sicht erschwert, oder wenn die Straße für kurze Zeit in die falsche Richtung führt. In solchen Situationen müssen Sie Vertrauen haben, dass die Straße letztendlich doch zum Zielort führen wird und dass Sie Ihre Fahrt richtig geplant haben.

Genauso ist es bei der Erreichung Ihrer Ziele. Nicht immer wird Ihre Umgebung positiv sein und Sie unterstützen, nicht immer werden Sie den richtigen Weg vor sich sehen. Doch das Wichtigste ist, dass Sie niemals das Selbstvertrauen verlieren. Glauben Sie, dass Ihre Wünsche in Erfüllung gehen werden, dann werden Sie auch die notwendigen Fähigkeiten dazu entdecken.

Viel Erfolg!

Haris Halkic, 365motivation.de